So denkt manch einer, wenn er auf einmal irgend etwas im Internet aufrufen möchte und ihm dies nicht gelingt. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass “das Internet” kaputt ist, dann doch recht gering. Ein Atomkrieg oder ein länderübergreifender Stromausfall könnten möglicherweise zu diesem Sachverhalt führen.
Die Ursache ist also woanders zu suchen. Aber wo?
Eine recht einfache Erklärung ist, dass die Verbindung von daheim oder der Firma aus ins Internet zusammen gebrochen ist. Das ist zwar seltener geworden, kommt aber auch im DSL-Zeitalter hin und wieder vor. Der Fehler kann dann in der Telefonleitung bzw. einer Vermittlungsstelle liegen. Viele derartige Störungsmeldungen findet man einigermaßen aktuell unter http://www.heise.de/imonitor/.
Dann kann es sein, dass eine bestimmte Seite nicht abrufbar ist. Am besten probiert man den Aufruf direkt noch einmal, denn manchmal hat der Server, auf dem eine Seite liegt, so etwas wie einen Schluckauf. Das kann durch das Drücken der Taste “F5” geschehen, aber auch durch einen Klick auf den sogenannten Reload-Button. Das ist der Knopf oben im Browser, der mit einem kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet ist.
Wenn das nicht hilft, dann sollte man die Schreibweise der Internetadresse in der Adresszeile des Browsers überprüfen. Diese beginnt bei normalen Internetseiten immer mit einem “http://”, falls man sich in einem passwortgeschützten Bereich einer Internetseite befindet oder dorthin will, auch gerne mich einem “https://”. Meistens folgt dann ein “www.” - dies muss aber nicht so sein und gerät auch immer mehr aus der Mode. Dahinter folgt die eigentliche Seite - meist ein leicht zu merkender Name aus Kleinbuchstaben, Zahlen und Bindestrichen. Nach einem weiteren Punkt folgt dann die sogenannte “Top Level Domain”. Diese kann Aufschluss darüber geben, aus welchem Land eine Internetseite ist und ob beispielsweise eine Firma oder eine bestimmte Institution dahinter steht.
Da das alles so verwirrend ist, hier ein Beispiel: http://www.e-fee.de - das “de” steht für Deutschland.
Hinter einem Schrägstrich (/) kann dann ein sogenannter Pfad folgen, der ganz genau sagt, auf welche Datei zugegriffen werden soll oder welche Daten geladen werden sollen.
Grundsätzlich kann ein Schreibfehler natürlich auch in einem ganzen Pfad liegen, der durch den Klick auf einen Link aufgerufen wird. Wer eine Internetadresse mit der Hand eintippt, wird sich aber wohl auf die eigentliche Adresse beschränken. Überprüfen Sie also, ob Sie alles richtig eingetippt haben! Häufige Fehler sind Buchstabendreher, das Weglassen oder Hinzufügen von Bindestrichen bei zusammengesetzten Wörtern oder die Benutzung einer falschen Top Level Domain - also beispielsweise das naheliegende .de statt einem in diesem Fall vielleicht richtigen .com.
Den Teil mit dem “http://” kann man heutzutage bei der Eingabe eigentlich weglassen und direkt mit dem “www.” anfangen.
Und von noch einer Quelle für ein “kaputtes Internet” wird berichtet: Viele Leute haben heutzutage die Seite des Suchmaschinenanbieters Google als Startseite, wenn sie ihren Browser starten. Statt eine Internetadresse in die eigentlich dafür vorgesehene Adresszeile des Browsers (ganz oben) einzugeben, nutzen sie lieber das Google-Suchfeld, das sich so bequem in der Mitte des Bildschirms befindet. Sollte es nun bei Google zu einem Ausfall kommen, dann denkt sich mach einer: “Hmm, Internet kaputt!”