Die Seite des
Heise-Verlags hat heute nach langer Zeit ein umfassendes Redesign bekommen und sich so der Web-Mode mehr oder weniger angepasst. Für den Stammbesucher mag es ungewohnt sein, daher wird wie üblich bei Veränderungen natürlich auch Kritik laut.
Was bleibt, ist die eher schlichte Farbgebung, die wenig vom eigentlichen Thema ablenkt. Die Hauptinhaltsspalte ist nach links gewandert, und die neuesten Beiträge des Newstickers werden oben im Bereich, in dem man nicht scrollen muss, in drei Kästen präsentiert, teils mit Bild und weiterführendem Lin zu einem verwandten Artikel. Darunter befindet sich die Liste mit den weiteren Newsbeiträgen aller Heise-Publikationen nahezu unverändert.
Auffällig ist auch die durchgehende Formatierung in Arial, wo bislang stellenweise noch in 90er-Jahre-Manier viel Times New Roman zu finden war. Fürs Lesen am Bildschirm ist eine serifenlose Schrift wie Arial jedenfalls die bessere Wahl.
Die meiste Kritik geht an die feste Seitenbreite. Das ist eine Problematik, die sich mir auch schon oft beim Designen neuer Seiten gestellt hat. Musste man früher noch Rücksicht auf die Leute mit einfachen Monitoren und Grafikkarten nehmen, so haben heutzutage doch fast alle Leute Ausgabemedien, die eine Seitenbreite von mehr als 800px auch ohne Seitwärtsscrollen darstellen können. Oder? Am PC oder auch einem normalen Notebook, wie etwa dem, an dem ich gerade sitze (1280px), ist das alles kein Problem. Aber was ist mit den Mini-Notebooks wie dem Asus EEE PC oder Handys wie den IPhone - stellvertretend für weitere Geräte anderer Hersteller, aber diese beiden haben doch schon einen gewissen Kultstatus und eine gewisse Verbreitung. Bieten sich nicht gerade solche Geräte auch für das schnelle Checken eines Newstickers an? Insofern ist eine Begrenzung bei gleichzeitiger Platzierung des Contents in der linken Spalte, wie es sich u.a. auch bei Blogs durchgesetzt hat, gar nicht so verkehrt.
Manch einem fehlt nun etwas in seinem großen Browserfenster auf den 1920px Breite seines Monitors; die Seite ist ihm zu schmal. Meine persönliche Meinung ist - auch ich habe schon an so großen Monitoren gearbeitet - dass man das Browserfenster dort auch gar nicht maximieren sollte, da Bandwurmzeilen nun auch nicht gerade bequem sind. Die hohe Auflösung dient v.a. der Anzeige mehrerer Anwendungen nebeneinander, wie sie bei richtigen IT-Workern üblich ist.
Ich selbst halte das übrigens bei den meisten meiner Seiten inzwischen so, dass ich ein halbfluides Layout benutze: eine maximale Breite (kann ruhig etwas breiter sein) des Inhaltes, der auf der Seite zentriert ist, d.h. Leerräume entstehen dabei rechts und links gleichermaßen. Ist das Browserfenster kleiner, fallen eben die Ränder weg, und der Inhalt wird “zusammengestaucht”. Die Auflösungen, bei denen dann die Anzeige nicht mehr so klasse ist, sind eher theoretischer Natur. Das klappt auch mit DIV-Layouts recht gut. Bei denen kann es nämlich im Gegensatz zu Tabellenlayouts gerade bei fluiden Layouts gerne mal zu unerwünschten Verschiebungen einzelner Elemente kommen. Daher ist hier ein Arbeiten mit festen Maßen nicht unbedingt zum Nachteil des Benutzers.
Noch einmal zum eigentlichen Thema zurück: Das Redesign erweist sich als starker Diskussionsaufhänger. Mehr als 2.500 Forenbeiträge allein zu
diesem Newsbeitrag sind auch für Heise-Verhältnisse sehr ungewöhnlich.
Inhaltliche Änderungen gab es nicht. Schon vor einigen Wochen wurde allerdings auf “sprechende” URLs umgestellt.