Donnerstag, 21. August 2008
Blogparade: Mit Bloggen Geld verdienen? Mein eigener Beitrag!
Ich hatte ja vor einigen Tagen zur Blogparade: Mit Bloggen Geld verdienen? aufgerufen.
Diese Blog-Parade ist auch hier eingestellt.
Selbstverständlich gibt es nun auch mal meine Sicht zu den Dingen:
Diese Blog-Parade ist auch hier eingestellt.
Selbstverständlich gibt es nun auch mal meine Sicht zu den Dingen:
Hier auf dem E-Fee IT-Blog zum Beispiel habe ich ja einige Anzeigen drauf, auf meinem Semantik-Blog hingegen ist derzeit keinerlei Werbung zu sehen. Ich blogge also nicht ausschließlich, um Geld zu verdienen - aber ich verteufele das auch nicht.
2. Denkst du, dass man, wenn man mit seinem Blog viele Stammbesucher erreichen möchte, eher über ein relativ eng begrenztes Thema bloggen sollte, oder doch über alles, was einen gerade bewegt?
Ich selbst finde die Antwort auf diese Frage gar nicht so einfach und deshalb habe ich sie auch gestellt.
Mit einer eng begrenzten Nische, in der man sich aber sehr gut auskennt, wodurch man wiederum qualitativ sehr gute Artikel erstellen kann, die dem Benutzer einen echten Mehrwert bieten, kann man sicher ein sehr treues Stammpublikum erreichen. Möglicherweise ist aber die Anzahl der Interessierten recht begrenzt - kommt ganz auf den Bereich an.
Es gibt natürlich auch Blogger, die über alles mögliche bloggen, dadurch eine sehr hohe Postingfrequenz haben. Als Paradebeispiel für den deutschen Bereich ist hier natürlich Robert Basic zu nennen. Einige Beiträge haben einen recht geringen Informationsgehalt. Hier macht’s aber die Masse, es ist für jeden etwas dabei, und es gibt mehrere Beiträge am Tag. Robert stöbert viele interessante Dinge im Netz auf, und es gibt auch Themen, die interessante Diskussionen aufwerfen. Diskussionen sind in diesem Beispiel auch recht interessant, da sein Blog sehr gut frequentiert ist und es immer einen Haufen Kommentare gibt.
Ich glaube, für diese Strategie muss man aber bereits bekannt sein in der Blogosphäre, eine kritische Masse an Publikum erreicht haben. Denn was A-Blogger Basic macht oder meint, interessiert doch etwas mehr Leute, als was Newcomer XY schreibt, gerade wenn es um eher banale Themen geht.
3. Was hältst du von trafficorientierten „In-Themen“ wie etwa „Gina Lisa“?
Solange man dem Nutzer einen Mehrwert liefert, spricht meiner Ansicht nach nichts dagegen, auch mal ein Thema zu bedienen, mit dem man ordentlich Traffic abgreifen kann. So habe ich vor einigen Tagen etwas zu einer Spam-Welle im MSN / Windows Live Messenger gebloggt. Es gab zum “optimerten” Begriff checkapics.com gerade einmal 5 Suchergebnisse, davon 2 in Arabisch. Vielen Nutzern mit Fragezeichen auf der Stirn ist durch so einen Beitrag weitergeholfen. Denn nicht jeder kann so etwas eindeutig als Spam entlarven, wirft es aber vielleicht wenigstens noch in den Google-Suchschlitz.
Von regelrechten Wettbewerben unter Bloggern wie eben bei Gina Lisa oder so halte ich weniger. Ausnahmen waren da Wettbewerbe von seo.fm, wo es was zu gewinnen (aber keinen wirklichen Traffic) gab.
4. Inwieweit sollte man die Inhalte daran ausrichten, ob man sie monetarisieren kann (Affiliate, Rezensionen etc.)?
Das kommt natürlich auch darauf an, wo die eigenen Ziele sind, also ob man sie überhaupt monetarisieren will. Alle Monetarisierungsmöglichkeiten setzen aber ein Publikum voraus. Um dieses Publikum zu generieren und zu halten, sollte man auch viele Inhalte bringen, bei denen der Mahrwert für den Besucher im Vordergrund und die Monetarisierung im Hintergrund steht.
5. Es gibt ja Firmen, die suchen Leute, die für einen monatlichen Festpreis (z.B. 165€) jemanden suchen, der ein Blog komplett betreut. Was hältst du von solchen Angeboten?
Wenn man das Geld auch wirklich ausbezahlt bekommt, kann sich das gerade für relative Anfänger, die aber Geld “brauchen”, durchaus lohnen. Bis man mit eigenen Blog so viel verdient, kann das durchaus eine ganze Weile dauern. Wenn also der Fokus auf dem Geldverdienen liegt ...
Üblicherweise ist man bei so etwas natürlich abhängig von einer Firma, es ist nichts “Eigenes”, somit steckt dann wohl auch etwas weniger Herzblut drin.
6. Betreibst du nur ein Blog oder doch mehrere zu verschiedenen Themen?
Derzeit zwei Stück, die nur wenige thematische Berührungspunkte haben.
7. Einige Blogger veröffentlichen ja Monat für Monat ihre Besucherzahlen und Einnahmen. Sinnvoll oder nicht? Worin siehst du Vor- und Nachteile?
Wenn man wirklich etwas verdient (immer ehrlich bleiben!), dann kann das natürlich eine gute Werbung sein. Und sei es nur, dass andere Blogger denken: Was hat der nur, was ich nicht hab? Sie schauen genauer hin, und bei bloggingbezogenen Themen lesen sie sicherlich genauer mit, um sich Anregungen zu holen. Ein Teil des Stammpublikums ist so garantiert. Auf andere Besucher kann so ein “Schwanzlängenvergleich” natürlich abstoßend wirken. Man wirkt geldfixiert. Vorteil ist auch, dass man in einschlägigen Auflistungen monatlicher Blogeinnahmen landet und so in der Blogosphäre etwas bekannter wird.
Auch wenn es immer wieder “Mutige” gibt, die auch Monatseinnahmen im niedrigen zweistelligen Bereich posten: Davon würde ich persönlich eher abraten, auch wenn fast alle mal so niedrig angefangen haben. Abstoßend wirkt es immer noch. Gleichzeitig haben die Besucher auch noch schwarz auf weiß, dass man (noch) nicht erfolgreich ist. Der im Vergleich zu oben gegenteilige Effekt tritt ein: der verdient nichts, der hat kaum Besucher, also warum sollte ich mich ständig hier aufhalten - bei mittelmäßigen bis schwachen Inhalten wird nichts den Besucher zum Stammbesucher machen.
8. Generieren sich deine „Blog“-Einnahmen nur durch Werbung oder auch indirekt durch den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen an neugierig gewordene Besucher?
Derzeit eigentlich nur durch die Werbung. Die Dienstleistungen generiere ich eher durch andere Quellen.
9. Bist du auch hauptberuflich „Internet-Worker“, oder bloggst du nur nach Feierabend? Wie viel Zeit investierst du bzw. wie ernst nimmst du die Sache?
Hauptberuflich bin ich immer noch Studentin (aber nicht mehr lange!), und meine Haupteinnahmequelle lag in den letzten Jahren auch außerhalb des Internets. Wobei da gerade eine Verschiebung stattfindet, was meine selbständige Tätigkeit angeht. Andererseits geht es aber jetzt in Richtung Festanstellung im Bereich semantischer Technologien - Selbständigkeit läuft dann wieder nur noch on top.
Ich blogge dann, wenn ich die Zeit dazu finde und/oder mir gerade etwas bloggenswert erscheint. Versuche aber, jetzt zumindest etwas mehr Regelmäßigkeit hinein zu bringen.
10. In den USA gibt es ja einige wenige Blogger, die jeden Monat hohe Einnahmen haben. Aber auch in Deutschland verdienen einige schon mehr als nur ein Taschengeld. Wie sieht deine Prognose für die nächsten Jahre in Deutschland aus? Wird man vom Bloggen leben können, wenn Blogs noch populärer werden und man es geschickt anstellt?
Viele Menschen in Deutschland wissen ja immer noch nicht, was Blogs sind. Definitiv wird es da wohl noch eine weitere Welle fremdgehosteter privater Tagebücher mit Katzencontent geben. Einige Unternehmen setzen zunehmend auf Corporate Blogs, was je nach Unternehmen durchaus eine gute Ergänzung sein kann.
Die potenzielle Zielgruppe, die man mit deutschsprachigen Blogs erreichen kann, ist nun mal kleiner als die, die man in der englischen Sprache erreichen kann, insofern sollte man sich keine allzu großen Illusionen machen.
Es ist aber schon auch eine Sache der Mentalität hierzulande. Facebook schafft es nicht, Digg schafft es nicht, und in letzterem Fall gibt es auch keinen anderen Dienst, der sich in der Bevölkerung etabliert hätte. Meines Wissens ist es aber so, dass beispielweise in Polen Trends frühzeitig und begeistert aufgegriffen werden, so auch das Blogging deutlich früher als hier. Die Community-Gedanken sind vielleicht auch andere, in Deutschland denkt man mehr bis zum eigenen Gartenzaun.
Im Moment gehe ich davon aus, dass sich kurz- bis mittelfristig nicht so viel an der allgemeinen finanziellen Situation der Blogger in Deutschland ändern wird. Einige wird es geben, die sich ein Stamm- bzw. Fachpublikum ehrlich und hart erarbeitet haben. Der eine oder andere gute Blogger wird sicherlich noch hinzu kommen.
Der entscheidende Faktor wird beim Blogger selbst liegen, der sein Konzept gut und erfolgreich umzusetzen in der Lage ist.
Und wenn ich noch mal einen Blick über den großen Teich werfe, dann fallen mir zwei Strategien auf, die auch hierzulande echte Erfolgsfaktoren sein könnten, aber die noch sehr selten umgesetzt werden:
1. extrem aktuell sein, gerne im IT-affinen Bereich, und das möglichst vollständig: man wird erste Anlaufstelle!
2. Visionen verkaufen: Menschen sind so, dass sie sich etwas Anleitung wünschen, wie sie das eigene Leben besser gestalten können. Ich lese derartige Inhalte auch immer sehr gerne, solange es sich nicht nur um hohles Geschwätz handelt. Aber wenn man das Gefühl hat, dass man (vorzugsweise seriöse) Anleitung bekommt, wie man etwas mehr Geld verdienen oder einfach sein eigenes Leben besser organisieren, seine Ziele erreichen kann. Ich meine damit nicht irgendwelche Über-den-Tisch-zieh-Schneeballsysteme mit E-Books!



Da ich ja in der vergangenen arbeitsreichen Woche bei der Siemens AG im für mich noch neuen München kaum Zeit hatte (dito in den Tagen vor der Abreise) und von meinem temporären Zuhause aus nur eine grottig langsame UMTS-GPRS-Verbindung, habe ich nicht ga Kommentar (1)
Aufgenommen: Sep 07, 16:37