Endlich ist es soweit: Heute kommt ganz offiziell das neue Betriebsssystem Windows 7 von Microsoft auf den Markt.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Vista wurde Windows 7 mit großer Vorfreude erwartet und wird wohl auch viele XP-Nutzer zum Wechsel bewegen, die um Vista einen großen Bogen gemacht haben. Viele Nutzer haben schon vorab eine Testversion heruntergeladen, und Kritik war selten zu hören. Diesmal wurde kein halb ausgereiftes Betriebssystem überstürzt auf den Markt geworfen, nur weil ein Veröffentlichungstermin feststand, sondern das fertige Betriebssystem Windows 7 liegt schon seit Monaten in der Schublade.
Hat der Betriebssystem-Platzhirsch also endlich alles richtig gemacht?
Wie seine Vorgänger auch ist Windows 7 in unterschiedlichen Versionen erhältlich:
• Home Premium
• Professional
• Ultimate
Alle Varianten stehen sowohl als 32Bit- als auch 64-Bit-Version zur Verfügung.
Das einfachere Home Basic, das es noch bei Vista gab, wird künftig nicht mehr im europäischen und US-Markt eingesetzt.
Für Unternehmen mit Volumenlizenzen gibt es darüber hinaus noch die Enterprise Version.
Davon gibt es jeweils wiederum drei unterschiedliche Lizenztypen:
• Vollversion
• Upgrade
• System Builder
Für die Familie daheim kann sich vor allem der Griff zum Family Pack lohnen, das drei Lizenzen für Windows 7 Home Premium enthält. Einzelanwender fahren wahrscheinlich mit einer System Builder Version günstiger. Diese eigentlich für Hardwarehersteller gedachte Version darf mittlerweile auch einzeln vertrieben werden.
Die Systemanforderungen sind erfreulich niedrig, dennoch lässt sich Windows 7 nicht auf allen älteren Rechnern installieren. 1 GB RAM sollten es schon sein, dazu kommen 16 GB Festplattenspeicherplatz. Die Festplatte, auf der Windows 7 installiert werden soll, muss eine NTFS-Formatierung aufweisen. Weitere Festplatten, wie zum Beispiel externe Festplatten, können auch in FAT16 oder FAT32 formatiert sein.
Beim Prozessor reicht bereits 1 GHz aus.
Netbooks sollten über eine Festplatte als Speicher verfügen. Flash-Speicher ist etwas zu langsam.
Das Aero-Design benötigt DirectX-9.
Wer von Windows XP auf Windows 7 upgraden will, kann das nicht so ohne Weiteres tun wie unter Vista. Für ein Upgrade von Windows XP aus ist eine komplette Neuinstallation von Windows 7 notwendig. Die bisherigen Einstellungen können also nicht einfach übernommen werden. Spezielle Software kann aber bei der Sicherung und Übertragung der Einstellungen helfen.
Die Lizenz bleibt hiervon jedoch unberührt.
Insgesamt ist die Bedienung noch etwas intuitiver geworden. Viele Wege, die vorher einige Mausklicks erforderten, sind nun deutlich kürzer.
Auch dem Trend zum Heimnetzwerk kommt Microsoft entgegen. Die Einrichtung wird dank Heimnetzgruppen auch für den Laien spielend einfach.