Vor allem Newsletterversender und alle, die mit automatischen Registrierungen, Antworten und Ähnlichem zu tun haben, haben guten Grund, eine nicht funktionierende Absenderadresse anzugeben.
Aber halt: funktioniert die angegebene Absenderadresse wirklich nicht, oder landen eventuelle Antworten etwa in vollkommen unbefugten Händen?
Die Adresse macht’s!
“Do not reply!”, der englische Ausdruck für “Bitte nicht antworten!”, lädt förmlich zur Verwendung ein, denn er spricht für sich selbst. Dumm nur, wenn derjenige, der auf eine E-Mail antworten möchte, des Englischen nicht mächtig ist oder einfach auf “Antworten” klickt, ohne die Absenderadresse anzuschauen - ein Szenario, das durchaus realistisch ist.
Im besten Fall benutzt man wenigstens die eigene Domain - dies machen aber leider nicht alle Seitenbetreiber. Oft ist man geneigt, nach dem Muster “domain.de” vorzugehen - auch das übrigens eine tatsächlich existierende Domain. Und so ist es auch mit “
donotreply.com”: diese Domain gehört einem gewissen Chet Faliszek.
Über eine Catch-All-Funktion können alle eingehenden E-Mails - unabhängig von dem, was vor dem @ steht - gelesen werden. Genau dies tut der Herr Faliszek auch und stellt viele dieser E-Mails online.
Insofern hat man als Seitenbetreiber ein echtes Problem mit dem Datenschutz, falls man donotreply.com verwendet - donotreply@eigene-firmendomain.tld dürfte sicherlich geeigneter sein. Auch dort ist - Stichwort “Catch-All” - immer noch ein Restrisiko vorhanden.
Man sollte also Sorge dafür tragen, dass die Adresse eigens angelegt wird, die Mails aber automatisch gelöscht werden. Oder benutzt direkt eine Domain, die es faktisch nicht geben kann, beispielsweise mit einer nicht existenten Top-Level-Domain wie z.B. “.tld”.
Dieser Artikel wurde inspiriert von einem Artikel auf
heise.de.